Habichtskraut

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Das Habichtskraut gehört zur Pflanzengattung der Korbblütler. Diese Gattung umfasst sehr viele Arten mit zahlreichen Unterarten, die teilweise sehr schwer zu bestimmen sind.

Durch unterschiedliche Fortpflanzungs- und Kreuzungsmöglichkeiten ist auch die Einordnung schwierig. Man findet es in Europa, Nordasien und auch in Amerika.

Es ist eine meist ausdauernde krautige Pflanze, die je nach Art eine Wuchshöhe von 20 bis 150 cm erreicht. Sie bildet Pfahlwurzeln, manchmal kann sie auch Ausläufer bilden. Die einfachen oder verzweigten Stängel stehen aufrecht. Die gestielten oder ungestielten Laubblätter stehen in grundständigen Rosetten zusammen und sind an den Stängeln verteilt. Die Blattspreiten sind einfach bis fiederteilig. Die Blattränder können glatt oder gezähnt sein.

Die körbchenförmigen Blütenstände können einzeln stehen oder in verzweigten Gesamtblütenständen. Die Blütenkörbchen haben einen Durchmesser von 3 bis 9 mm. Die fünf bis 21 Hüllblätter stehen in mindestens zwei Reihen. Der Blütenstandsboden ist flach. Die Blütenkörbchen enthalten nur sechs bis über 150 Zungenblüten. Die Farbe der fünfzipfeligen Zungenblüten ist meist gelb oder orange, manchmal weiß, selten orange.

Inhaltsstoffe: Schleimstoffe, Gerb- und Bitterstoffe, Flavonoide und Umbelliferon.

Geschmack: Der Grundgeschmack ist herb-salatartig. Störend können die Blatthaare sein, die aber bei entsprechender Bearbeitung kaum zu spüren sind. Die Blüten schmecken milder als die Blätter.

Heilwirkung: Aufgrund der endzündungshemmenden, krampflösenden und leicht harntreibenden Wirkung wird das Habichtskraut in der Volksheilkunde bei Erkrankungen der Atemwege, der Blase und der Nieren angewendet. Die krampflösende Eigenschaft kann man sich bei Darmerkrankungen und leichtem Durchfall zunutze machen.
Dosierung: pro Tasse 2 Teelöffel.

In der Küche: Die Blätter (etwas haarig) kann man von April bis Mai entsaften. Dazu kommen sie in einen elektrischen Entsafter oder werden in Wasser gedünstet und anschließend passiert. Der so gewonnene Saft eignet sich als Beilage (etwas herb) in Suppe und in Fonds. Er kann auch unter anderen Gemüsesäften gemischt werden. Ältere Blätter werden in feine Streifen geschnitten und roh unter Kräuterquark oder Salate gemischt. Sie passen auch gut in Gemüsebrote, in Gemüsebratlinge usw. Die ersten Blütenknospen erntet man von April bis Mai. Sie kommen roh oder gekocht in Salate, in Gemüsegerichte oder werden wie Kapern eingelegt.

Alle Habichtsunterarten kann man ähnlich verwenden, allerdings kommen manche sehr selten vor oder sind geschützt.

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2 Antworten to “Habichtskraut”

  1. Kräuterfraala Says:

    Das ist ja ein ineressanter Beitrag, vielen Dank!
    Habichtskraut mag ich gern, entsaftet habe ich es noch nie.
    Liebe Grüße Carola

  2. Kräuterfraala Says:

    Huch, das „t“ fehlt! Hiermit nachgereicht.☺
    ♥ Grüße Carola


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