Anti-Aging

Wir werden immer älter – 1960 lag die Lebenserwartung bei Frauen bei 72 Jahre, bei Männer 67 Jahre. Frauen werden heute im Durchschnitt 84 Jahre, Männer 77 Jahre. Daher stellt sich die Frage, wie man länger gesund bleibt und bei welchen „Wundermittelchen“ nur unnötig Geld ausgegeben wird.
Nur wer sich bewegt, bleibt gesund. Bedauerlich ist aber, dass die meisten Menschen ab 65 Jahren wenig oder gar keinen Sport mehr machen. Wirklich sportlich aktiv sind von 100 Frauen nur noch 13 und von 100 Männern nur noch 16.

Wichtig ist aber, sich immer weiter zu bewegen, vor allem im Alter. Rasches Gehen „Walking“ schützt vor Krankheiten. Dabei sollte man besser in kurzer Zeit in flotten Schritten gehen, als längere Zeit in langsamen Tempo. Als Faustregel gilt: sich an mindestens drei Tage pro Woche dreissig bis vierzig Minuten mit mittlerer Intensität bewegen. Achtung: dabei nicht ausser Atem, aber etwas ins Schwitzen kommen. Der Puls sollte bei 180 minus Lebensalter liegen.
Bei steigendem Alter ist der Erhalt der Muskelkraft besonders wichtig. Um diesen aufrecht zu erhalten, kann man entweder in ein Fitness-Studio gehen oder statt einen Aufzug die Treppen benutzen, die Einkaufstaschen selbst tragen, Getränkekisten heben usw. Wenn das berücksichtig wird, dann kann man sich auch bei einem Sturz leichter abfangen.
Damit wir gesund alt werden, sollte auf dem Tisch eher Essen wie bei den Bauern Kretas stehen. In Kreta leben nämlich prozentual die meisten 100jährigen. Der Grund ist die Mittelmeerkost. Das gehört dazu:
Fisch d.h. Makrele, Lachs, Hering und Thunfisch enthalten die meisten Omega-3-Fettsäuren. Sie senken den Blutdruck und die Fettwerte im Blut. Sie verringern die Neigung des Blutes, Gerinnsel zu bilden, das kann gegen Herzinfarkt schützen. Wer kein Fisch mag, kann als Alternative Lachsölkapseln oder oder Omega-3-Kapseln einnehmen.
Teeplantage
Vom grünen Tee täglich drei Tassen trinken, damit kann sich das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko deutlich senken. Allerdings sollte man wegen der Pestizide Bio-Tee verwenden.
Kalzium ist der wichtigste Baustein für die Knochen. Kalzium ist vor allem in Käse und Milchprodukten enthalten. Wer das nicht mag, kann aus der Apotheke dementsprechende Präparate nehmen.
Vor allem in Walnüssen stecken gute Fette z.B. Omega 3. Wenn diese gegessen werden, wird das schlechte Cholesterin verringert. Leider sind Nüsse keine Schlankmacher und sollten nicht in großen Mengen gegessen werden. Alternativ beim Kochen kaltgepresste Öle z.B. natives Olivenöl oder beim Anmachen vom Salat Walnussöl verwenden.
Rotwein enthält als Inhaltsstoff Antioxidantien wie Resveratrol und Anthocyane, diese schützen das Herz. Wein sollte nur in Maßen getrunken werden – Frauen pro Tag nicht mehr als ein 1/8 ltr., Männer nicht mehr als ¼ ltr. Rotweinkapseln haben keinerlei Wirkung – sie bringen nichts.
Auch eine entsprechende Hautpflege ist wichtig. Bester Schutz vor dem Altern ist allerdings, die Haut zu schonen und zu pflegen. Nachweislich um das Hautbild zu verbessern, helfen Lotionen und Hautcremes mit Vitamin-A-Säure. Mechanische Peelings mit körnigen Material helfen nur kurzfristig, haben aber keinen dauerhaften Anti-Aging-Effekt.
Nur chemische Peelings, bei der die Haut vom Arzt mit Säure behandelt wird, haben diesen Effekt. Allerdings kostet eine solche Behandlung ca. 500 Euro. Bei dieser Art Peeling entsteht eine neue Hautschicht, die frischer und glatter aussieht. Die Wirkung der in der Werbung angepriesenen Hyaluronsäure-Präparate, bei der die Haut besser aussehen lassen sollen, lässt sich bisher noch nicht nachweisen.
Weiter sollten ausgiebige Sonnenbäder sowie Solarbestrahlung vermieden werden. Täglicher Sonnenschutz vor allen ab April bis Oktober ist Pflicht, am besten eine Hautcreme mit Sonnenschutz verwenden.
Rauchen vermindert die Durchblutung und der Schadstoffcoctail im Tabak sind purer Stress für die Haut – daher am besten damit aufhören.
Finger weg !!!
Ginseng-Präparate sollen angeblich ein langes Leben sichern. Aber verschiedene Studien haben ergeben, dass diese Mittelchen nichts taugen.
Pflanzenhormone sollen einen Schutz z.B. vor Brustkrebs bringen. Das wurde nicht bestätigt, im Gegenteil. Konzentrate, die als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen wurden, sind teuer und können das Brustkrebsrisiko sogar erhöhen. Also am besten die Finger davon weglassen.
Sauerstoff-Mehrschritttherapien deren Ziel es ist, eine Verbesserung der Sauerstoffaufnahme im Blut zu ergeben, können aber weder Krankheiten vorbeugen oder das Altern aufhalten.
Testosterion-Behandlungen sollen den Männern ihre Jugend wiedergeben. Erwiesen ist, das zwar die fettfreie Körpermasse zunimmt, aber die Muskelkraft nicht. Weiterhin gibt es viele unerwünschte Nebenwirkungen z.B. Diabetes-Gefahr. In Studien wurde nachgewiesen, dass auch schwerwiegende Herz-Kreislauf-Probleme auftreten können.
Es werden Kapseln mit Vitamin E angeboten, die gegen viele Alterskrankheiten wie z.B. Herzschwäche und Demenz helfen sollen. Der Nutzen ist allerdings fragwürdig. Lt. Einer Studie in den USA gab es bei Menschen, die Vitamin E nahmen, keine geringere Sterblichkeit, aber dafür mehr blutige Schlaganfälle (Blutaustritt im Gehirn). Nach anderen Studien war das Risiko, vorzeitig zu sterben, bei hoch dozierter Vitamin E-Einnahme sogar höher als sonst.
Wachstumshormone – dadurch wird weder die körperliche Leistungsfähigkeit, noch die Lungenfunktion oder gar die geistige Wachheit verbessert. Im Gegenteil Muskel- und Gelenkschmerzen, Ödeme, Nervenstörungen und steigender Blutdruck können die Folgen sein.
Bei Zelltherapien sollen alternde Zellen durch junge ersetzt werden. Leider gibt es keine Studien, die diese Wirksamkeit beweisen können. Außerdem sind die Risiken z.B. Abstoßung der Zellen groß.
Bildquelle: Knepp,Timothy, Bernard Gagnon, Andre Karwath by Wikipedia
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