Acker-Hellerkraut

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Lateinischer Name: Thlaspi arvense

Das Acker-Hellerkraut findet man auf Getreideäcker mit nährstoffreichen Lehm- oder Tonböden bis in eine Höhe von etwa 1400 Meter. Der Stengel des Hellerkrautes ist aufrecht, meist verzweigt und kantig. Die Blätter sind länglich und am Rand gezähnt. Die Pflanze ist einjährig und kann eine Höhe von 10 bis 40 cm erreichen. Die Pflanze ist kahl, gelbgrün und riecht, wenn man sie zerreibt, deutlich nach Lauch (Knoblauch).
Das Acker-Hellerkraut wird auch als Acker-Täschelkraut bezeichnet und gehört zur Pflanzengattung der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Es ist eine in Mitteleuropa verbreitete und häufig vorkommende Pflanze. Sie blüht von April bis Mai, selten auch bis September.
Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl, Bitterstoffe, Senföl, Magnesium, Vitamine

Wirkung: antibakteriell, entzündungshemmend

Anwendung in der Naturheilkunde
Bekannt als Heilpflanze ist das Acker-Hellerkraut kaum, obwohl man es äusserlich (Tinktur, Sitzbad), sowie auch innerlich (Tee) anwenden kann. Da die Pflanze eine antibakterielle Wirkung hat, kann man sie bei Entzündungen der Nieren einsetzen. Sie hilft auch bei Menstruationsbeschwerden, Entzündungen der Gebärmutter, Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut.

In einem Sitzbad angewendet kann sie auch gegen Scheidenentzündungen hilfreich sein, Hautentzünden lindert sie ebenfalls. Dazu werden Umschläge aufgelegt oder die entzündeten Hautstellen mit einem Tee gewaschen oder ein Aufguss vom Acker-Hellerkraut ins Badwasser gegeben.

Verwendung in der Küche
Die Pflanze schmeckt kohl- bis senfartig (mild). Wenn die Pflanze noch nicht blüht, kann man die Wurzeln von April bis Mai ernten, solange sind sie noch zart. Die Wurzeln werden geschält und können in Aufläufen, Eintöpfen, Gemüsepürees und Suppen verwendet werden. Ab Mai bis Juni, wenn die Pflanze blüht, eignen sich die Blüten als essbare, aber dezent würzige Dekoration. Die Knospen und der obere Teil des Blütenstengels können unter einen Salat gemischt werden, oder in Butter angebraten als Gemüse verwendet werden. Ab August bis September bildet das Hellerkraut Samen, aus diesen kann man ein Speiseöl gewinnen. Die Samen werden geschrotet und in einer Ölmühle ausgepresst. Den Schrot kann man auch in heißes Wasser legen und das sich auf der Oberfläche absetzende Öl abschöpfen.

Buchempfehlungen: s.u. Bücher Kräuterheilkunde

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