Löwenzahn

Thomas Wolf/Wikipedia.de

Lateinischer Name: Taraxacum officinale

Der Löwenzahn ist weltweit verbreitet. Er wächst auf Äckern, trockenen oder feuchten Wiesen, Weiden sowie am Wegrand. Gesammelt für die Nutzung in der Küche werden im zeitigen Frühjahr seine zarten, kleinen Blätter. Wenn man ihn für Tees zum trocknen sammeln möchte, nimmt von Mai bis Juli die großen und ausgereiften Blätter. Die Wurzeln des Löwenzahn werden Ende September/Anfang Oktober ausgegraben.
Inhaltsstoffe: Taraxcin, Phytosterole, Schleim, Inulin (in den Wurzeln), Inosit, Gerbstoffe, Harz, Kautschuk, ätherisches Öl, u.a. Vitamin B und C.

Wirkung

Löwenzahn hilft, die Leber zu entgiften, regt den Gallenfluss an und fördert die Fettverdauung. Er kann auch bei Hepatitis unterstützend eingesetzt werden. Diese Pflanze hilft auch, wenn man unter Akne oder Ekzeme mit Juckreiz leidet. Sie hilft auch Diabetikern, denn sie stärkt die Bauchspeicheldrüse. Durch die Bitterstoffe ist Löwenzahn appetitanregend; er reinigt das weiche Bindegewebe, wirkt bei Rheuma und Gicht umstimmend. Ebenso wird diese umfassend wirkende Pflanze bei Harnverhaltung eingesetzt, sie wirkt aber auch entwässernd und schwemmt Nierengrieß aus. Wenn jemand unter Entzündungen und Schwellungen der Augen leidet, hilft sie – auch bei Schwellungen der Augenlider und morgendlichen Tränensäcken.
Anwendungen in der Naturheilkunde
Hier wird der Löwenzahn (Kraut und Wurzel) als Aufguss angewendet. Von diesem Aufguss trinkt man als vierwöchige Kur pro Tag drei Tassen. Aus den Wurzeln kann man sich auch eine Abkochung zubereiten. Um eine Tinktur herstellen nimmt man ebenfalls das ganze Kraut und die Wurzeln. Aus dem frischen Löwenzahn wird u.a. ein Frischpflanzensaft hergestellt. Vorsicht: bei Verschluss der Gallenwege, Darmverschluss, eitriger Gallenblase und Magensäurenüberschuß nicht anwenden.
Bei Warzen hilft der frische Saft des Blütenstengels. Wichtig ist dabei, bei abnehmenden Mond mit der Warzenbehandlung zu beginnen. Denn alles was verschwinden soll, wird in der abnehmenden Mondphase eingeleitet – einfach mal probieren. Vorsicht: Der gelbliche, milchartige Saft ist zwar nicht giftig, kann aber bei Kindern zu Magenreizungen führen. Daher sollte man die Stengel vom Löwenzahn nicht in den Mund nehmen.
Verwendung in der Küche
Die im Frühjahr ersten jungen und zarten Blätter schmecken sehr gut als Salat bzw. unter anderen Salaten gemischt. Aus den Blättern des Löwenzahns kann man auch einen Spinat zubereiten, sie schmecken auch gut mit jungen Brennesselblättern gemischt. Aus den Blüten der Pflanze bereiten sich zwischenzeitlich wieder viele Menschen einen sehr leckeren Löwenzahnsirup als Honigersatz. Wenn man die Blüten des Löwenzahns mit Mariendistelkraut, Anissamen und Weißwein mischt, entsteht ein Löwenzahnwein. Wer keinen Kaffee verträgt, können die gerösteten Wurzeln des Löwenzahns als Kaffee-Ersatz verwendet werden. Der Löwenzahnkaffee ist leberkräftigend, appetitanregend und hat somit eine völlig andere Wirkung als „richtiger“ Kaffee.
Verwendung als Natur-Färbemittel
Löwenzahn ist als Färbemittel für Wolle und Stoffe sehr beliebt. Der Farbton hängt von der Beize ab. Die Farbetöne reichen von Oliv-, Dunkel- bis Hellgrün.

Buchempfehlungen: s.u. Bücher Kräuterheilkunde

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