Hagebutte

Walter J. Pilsak/Wikipedia.de

Lateinischer Name: Rosa canina
Andere Bezeichnungen: Apothekerrose, Hagrose, Heckenrose

Diese Rose ist nicht nur schön und duftet gut, auch ihr Früchte, die sogenannte Hagebutten, sind gesund und heilkräftig. Sie ist ein Strauch mit langen, stacheligen Ästen, der bis zu 4 Meter hoch werden kann. Die Blätter der Hagebutte sind unpaarig gefiedert, die Blüten können weiß oder auch rosarot sein. Ihre Früchte gelten als uraltes Nahrungsmittel, getrocknet kann man aus ihnen einen fruchtig schmeckenden Haustee zubereiten.

Die Hagebutte ist fast in ganz Europa verbreitet, man findest sie in lichten Laubwälder sowie an Wald- und Wegränder. Gesammelt werden von April bis Juni die Knospen, die vollen Blüten im Juni/Juli und die Früchte (Hagebutten) von September bis Oktober.
Mythologie
Die Hagebutte war der germanischen Göttin Freyja (oder Venus) geweiht und wurde nur am Freitag, dem Tag dieser Göttin geerntet. Sinnbildlich stehen die zarten, feinen Blütenblätter mit ihrem lieblichen Duft für die zarte und reine Liebe. Da sie dieser Göttin zugeordnet wurde (dem weiblichen Urprinzip), galt die Hagebutte als Schutz für die gebärende Frau. Am Heiligen Abend oder in der Neujahrsnacht wurden drei Hagebutten verzehrt, dies sollte die Kräfte der Harmonie und der Liebe stärken und vor Krankheiten und Unbill im neuen Jahr schützen.
Inhaltsstoffe
Pektin, Apfel-, Gallen-, Gerb- und Zitronensäuren, Vitamin B1, B2 und Provitamin A. 100 gr. frische Früchte enthalten : Vitamin C ca. 500 mg, Calcium 50 mg, Eisen 10 mg, Kalium 512 mg, Magnesium 122 mg, Natrium 47 mg, Phosphor 54 mg, Eiweiß 2,7 %, Fett 0,9 %, Fruchtzucker 30 %. Die Kerne enthalten: ätherische Öle 0,2 – 0,3 %, Vanillin und Vitamin E.
Wirkung
Die Früchte der Hagebutte mit Kerne wirken aufbauend, ausleitend, harntreibend und fiebersenkend.
Wikipedia.de

Anwendung in der Naturheilkunde (äußere Anwendung)

Die Blütenblätter können in einem Sitzbad (Vaginalspülung) und bei Menstruationsstörungen angewendet werden. Ein Ganzkörperbad von den Blütenblätter hilft bei Erschöpfungszustände und Nervenschwäche. Ein solches Bad kräftigt auch schwer gedeihende, schwache und zarte Kinder. Ein Aufguss von den Blättern kann auch als Mundspülung und zum Gurgeln eingesetzt werden. Er hilft ebenfalls bei Halsschmerzen, Mundschleimhautverletzungen und Zahnfleischentzündungen.
Ein Aufguss von den Blütenblätter hilft bei einer Bindehautreizung, übermüdete Augen und stärkt die Sehkraft. Bei empfindlichen Augen und /oder wenn man eine Allergie gegen Kamillenblüten hat, wird von den Blüten der Hagebutte (Hundsrose, Apothekerrose) einen Aufguss zur Augenspülung/Kompresse hergestellt.
Júlio Reis/Wikipedia.de

Anwendung in der Naturheilkunde (innere Anwendung)

Die Rosenblätter sollten nicht überzüchtet oder gar gespritzt sein, da sie als u.a. Tee eingesetzt werden. Die Blütenblätter wirken gegen allgemeine Schwäche, Appetitlosigkeit, Fieber, Heiserkeit, Husten, in der Rekonvaleszenz, Lungenschwäche, Menstruationsstörungen, nervöse Herzbeschwerden und bei Nervenschwäche. Die Schalen mit Kerne helfen bei Abwehrschwäche des Körpers, in der Rekonvaleszenz und sind aufgrund ihres Gehaltes an Vitamin C ein Vitaminspender für die kaltes Jahreszeit. Ein Tee von den Hagebuttenfrüchte ist das ideale Begleitgetränk zur Durchspülung bei Blasen- und Nierensteinen und kann daher auch zur Nieren- und Blasenpflege bei und auch während Infekten eingesetzt werden. Da die Früchte auch ausleitend wirken, hilft ein Tee davon bei Gicht und Rheuma.
Besonders geeignet ist die Hagebutte für Frauen, die aufgrund der Anatomie des weiblichen Körpers für Harnwegsinfekte anfälliger sind. Die Zubereitung eines Tees von den Blüten ist einfach: es wird ein Aufguss hergestellt, der 10 Minuten ziehen muss.
Verwendung in der Küche
Sobald im Frühjahr die Hagebutte die ersten, zarten Blätter getrieben hat, kann man sie pflücken und fein gehackt in Eintöpfe geben.
Die Blüten der Hagebutte/Hundsrose haben direkt nach dem Erblühen das meiste Aroma. Man kann sie mit Zucker kandieren, zu Gelee verarbeiten und auch in den Teig für dünne Pfannekuchen geben. Sie eigenen sich auch als essbare Dekoration und geben Esse, Tee oder Wein ein gutes Aroma. Die süß duftende Blüten haben einen apfelartigen, säuerlichen Geschmack.
Aus den Früchten kann ein Likör sowie ein Heilwein hergestellt werden. Ebenso finden diese Früchte als Hagebuttenmarmelade /Hagebuttenmus/Hägenmark (Rezept Hagenbuttenmarmelade) immer ihre Abnehmer. Aus den Kernen der Früchte wird eine Art Kaffee geröstet, in schlechten Zeiten hat man sie als Pulver unter Getreidemehl gemischt.
Anwendung als Pflegemittel/Schönheitsmittel
Aus den Blüten der Hagebutte kann man nicht nur ein wunderbar duftendes Gesichtswasser selbst herstellen, sondern auch für die empfindliche Haut, die zur Allergien neigt, ein Geschichtsöl. Einige Tropfen davon werden in die feuchte Handfläche gegeben und dann leicht auf das vorher gereinigte Gesicht einmassiert. Dies hat sich sehr gut bei Akne (auch dadurch entstandene Narben) und bei leichtentzündlicher Haut bewährt. Ein Gesichtsdampfbad bei altender, empfindlicher und trockener Haut wirkt wahre Wunder.

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