Die Verdummungsstrategie der Pharmaindustrie – Teil 1

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Nicht rezeptpflichtige Medikamente werden von den Krankenkassen heute nicht mehr bezahlt. Damit werden die mit den chemischen Medikamenten konkurrierenden Naturheilkundemittel, die ihre Heilwirkung ohne Nebenwirkungen entfalten, unterdrückt und bekämpft.
Die gewinn- und ertragsorientierte Pharmaindustrie weiß sich zu helfen. Sie hat das große Geschäft mit den erfundenen und erhaltenen Krankheiten fest im strategischen Visier: Sie mischt verschiedene Gifte in ihre nicht rezeptpflichtigen Medikamente, um die Nebenwirkungen zu garantieren oder zu erhöhen: Dadurch werden diese Medikamente rezeptpflichtig, was einen doppelten geschäftlichen Vorteil hat: Einmal werden die Medikamente nun von der Krankenkasse bezahlt, und dann erzeugen diese durch die Nebenwirkungen weitere Krankheiten. Es kann behandelt, verschrieben und kassiert werden. Die Risiken und Nebenwirkungen trägt der Patient. Daran, dass Medikamente ein Gesundheitsrisiko darstellen und Nebenwirkungen entfalten ist er seit vielen Jahren durch den zynischsten und bekanntesten Werbeslogan gewöhnt worden, den es jemals gab: „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.“

Nach dem Heilnachweis der Medikamente fragt kein Mensch. Für 80 % von ihnen gibt es keinen. Nur die Gesundheitsrisiken und die Nebenwirkungen sind gesichert – und die Bombengewinne der Pharmaindustrie.
Ein Beispiel: Rytmonorm mit dem Wirkstoff Propafenonhydrochlorid, das bei arrhythmischer Herzschlagfolge verschrieben wird, wie sie bei Herzrhythmusstörungen in Folge von Vorhofflimmern auftreten kann. Die Anwendungsgebiete sind in der Packungsbeilage mit 20 Zeilen beschrieben. Die Gegenanzeigen, Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise, die Wechselwirkungen des Herzmedikaments mit anderen Mitteln, die Informationen für den Fall einer Überdosierung und anderer Anwendungsfehler sowie der Nebenwirkungen nehmen 240 Zeilen ein – als den zwölffachen Raum. Die Dosierungsanleitung und die Informationen zu Art und Dauer der Anwendung erstrecken sich über 60 Zeilen. Darunter findet sich der tolle Satz: „Bei Verschlechterung einzelner Parameter, z.B. Verlängerung der QRS-Zeit bzw. QT-Zeit um mehr als 25 % oder der PQ-Zeit um mehr als 50 % bzw. einer QT-Verlängerung auf mehr als 500 ms oder einer Zunahme der Anzahl oder des Schweregrades der Herzrhythmusstörungen sollte eine Therapieüberprüfung erfolgen“ … wenn der Patient dann noch lebt.
Dann folgt der Satz: „Bei der Anwendung ist zu berücksichtigen, dass bisher für kein Antiarrhytmikum der Klasse 1 nachgewiesen werden konnte, dass eine Behandlung der Herzrhythmusstörungen eine Lebensverlängerung bewirkt.“
Es schließt sich die Frage an: „Wie und wann sollten Sie Rytmonorm 140 mg einnehmen? Wegen des bitteren Geschmacks und der oberflächenanästhesierenden Wirkung des Wirkstoffes ungelutscht und unzerkaut mit etwas Flüssigkeit nach dem Essen“.
Spätestens beim Lesen der Nebenwirkungen wird dem gutgläubigsten Patienten vollkommen klar, dass ihm Gift verschrieben wurde. Zu den Nebenwirkungen des Herzmedikaments gegen Herzrhythmusstörungen gehören unter anderem, ich zitiere aus der Packungsbeilage: „Es kann zu proarrhythmischen Wirkungen in Form von Veränderungen oder Verstärkung der Herzrhythmusstörungen kommen, die zu starker Beeinträchtigung der Herztätigkeit mit der möglichen Folge des Herzstillstandes führen können … Eine Herzinsuffizienz kann sich verschlimmern.“
Die Nebenwirkungen, die nicht direkt lebensbeendende Folgen beschreiben, sind gleichwohl exorbitant und sollen hier nicht alle wieder gegeben werden. Am Schluss heißt es: „Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen? Ihr Arzt wird entscheiden, welche gezielten Gegenmaßnahmen in Ihrem Fall notwendig sind.“ Wie die Besserung nach der Einnahme des Giftes verlaufen soll oder kann wird nicht erwähnt.
Liest der Arzt, der Rytmonorm verschreibt, diese Gebrauchsinformation wirklich durch, die mit der Anrede an den Herzkranken beginnt: „Liebe Patientin, lieber Patient! Bitte lesen Sie folgende Gebrauchsinformation aufmerksam, weil sie wichtige Informationen darüber enthält, was Sie bei der Anwendung dieses Arzeimittels beachten sollten. Wenden Sie sich bei Fragen bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.“
Warum verschreibt er so etwas?
Ist das mit dem hohen Berufsethos, das Ärzte für sich beanspruchen, vereinbar, solche Medikamente vom Schlag des Wirkstoffs Propafenonhydrochlorid ärztlicherseits dem Patienten zuzumuten? Man kann davon ausgehen, dass es tausende solcher lebensbedrohender Präparate gibt.
Pharmafirmen sind börsennotierte Unternehmen und gewinnorientiert. Börsianer sind Spieler und schließen ihre Wetten ab. Mal gewinnen sie, mal verlieren sie. Die Pharmaindustrie gewinnt stets, die meisten Patienten verlieren, und damit auch die Gesellschaft, welche die Kosten solidarisch trägt.
Wie aber ist es mit den Ärzten? Sie werden unter Berufung auf den griechischen Arzt Hippokrates in ihrem Gelöbnis auf ethische Leistsätze ihres ärztlichen Handelns verpflichtet. Die Hippokratiker hielten sich in der Therapie zurück und setzten auf die Heilkraft der Natur. Kein einziger von ihnen würde auf die Idee kommen, einen Wirkstoff wie Rytmonorm einzusetzen, bei der die Wette auf Leben oder Tod lautet, aber nicht auf verlängertes Leben. Ärzte dürfen sich nicht zu Bütteln der Pharmaindustrie herabstufen lassen, indem sie so gut wie alles verschreiben, was ihnen ein Pharmavertreter anpreist.
Nebenwirkungen von solchen Medikamenten bilden heute die viert häufigste Todesursache.
Mit den bizarren und abstrusen Gebrauchsinformationen wird der Patient seiner Verantwortung keineswegs enthoben – im Gegenteil. Er bekommt sie voll zugespielt. Da er über alles hätte informiert sein können, was nun in vielen Fällen die Verschlechterung seines Gesundheitszustandes sicher stellt, kommen nur wenige betroffene Menschen auf die Idee, ihre verletzten Rechte vor Gericht zu bringen. Mit dem Slogan zu den Risiken und Nebenwirkungen wird der trügerische Anschein erweckt, als ob Ärzte und Apotheker Verantwortung für die Gesundheit und das Leben des Patienten trügen. Dem ist in vielen Fällen nicht so. Die Menschen müssen lernen und bereit sein, Verantwortung auch für ihre Gesundheit zu übernehmen. Um das tun zu können, müssen sie sich informieren.

Textquelle: von Healthman http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/verdummungsstrategie-der-pharmaindustrie

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